Wenn man eine Aktie kauft, kauft man ein realen Teil eines Unternehmens. Wenn ein Unternehmen also 1000 Aktien auf den Markt schmeißt und Sie kaufen eine davon gehört Ihnen somit der tausendste Teil dieses Unternehmens. Die Herrausforderung an einen Investor besteht also darin eine Aktie zu kaufen wenn der wahre Wert eines Unternehmens den Aktienkurs übersteigt. Man spricht in diesem Fall von einer unterbewerteten Aktie.

Wie erkennt man jedoch eine billige Aktie ?

Hierzu gibt es verschiedene Verfahren von denen ich Ihnen die zwei wichtigsten kurz vorstellen möchte.

1. Der Substanzwert

Der Substanzwert stellt den wahren Wert eines Unternehmens dar. Er sagt also aus was genau wir für unser Geld bekommen. Wenn Sie zum Beispiel ein Unternehmen kaufen sagt Ihnen der Substanzwert wie viel die Gebäude, Maschienen etc. überhaupt noch wert sind. Wir summieren hierzu den Wert der Aktiva und ziehen davon Verbindlichkeiten und Rückstellungen eines Unternehmens ab. Benjamin Graham der Gründer der modernen Finanzanalyse bzw. des Value Investings bezeichnete dies als den Nettoinventarwert Net Asset Value. Was Sie auch zur Bewertung eines Unternehmens heranziehen können ist das so genannte KBV das Kurs Buchwert Verhältnis. Im Grunde genommen kann gesagt werden das ein KBV unter 1 ein billiges Unternehmen dastellt. Ein KBV über 1 ein Teures. Diese Kennzahl berechnet sich wie folgt:

KBV = Marktkapitalisierung / Buchwert

KBV = Aktienkurs / Buchwert pro Aktie

2. Der Ertragswert

Der Ertragswert sagt aus wie profitabel ein Unternehmen ist, also was das Unternehmen für mich erwirtschaftet. Hierzu ist es üblich das KGV also Kurs Gewinn Verhältnis zu berechnen. Ein KGV über 20 wird hier meist als teuer angesehen, ein KGV unter 10 meinst als billig. Jedoch ist bei einem KGV unter 10 Vorsicht geboten. Oft stehen Unternehmen mit einem extrem geringen KGV vor Problemen erkundigen Sie sich also vor dem Kauf darüber. Berechnet wird ein KGV wie folgt:

KGV = Kurs je Aktie / Gewinn je Aktie

Beim Kauf einer Aktie sollten Sie KBV und KGV ins Verhältnis mit Unternehmen aus der selben Branche setzten. KGV und KBV können je nach Branche oft sehr verschieden ausfallen. Wichtig ist auch das sie weitere Qualitätsfaktoren in die Aktienbewertung mit einfließen lassen zb. Wachstumsraten, Dividendenzahlungen, Marktstellung etc. Somit ergibt sich am Ende ein Bild welches Ihnen beim Kauf einer Aktie ein besserer Gefühl verschaffen sollte.

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