Ben Graham´s Mr. Market

Posted by S.Zschoche on August 31st, 2010

In den späten 70 ger Jahren genoss die Theorie der effizienten Märkte Efficient Market Hypothesis, kurz EMH größer und größer werdende Beliebtheit. Verfechter dieser Theorie gaben an, dass der Preis einer Aktie zu jeder Zeit den wahren Wert eines Unternehmens repräsentiere, da der Preis ja durch hunderte Investoren gebildet wurde welche neue Informationen ultraschnell verarbeiten.

Warren Buffett und Benjamin Graham wiedersprachen dieser Theorie. Sie gaben zwar zu, dass der Markt in normalen Zeiten durchaus zu einer adäquaten Preisbildung im Stande ist, in Zeiten einer Hausse oder Baisse jedoch häufig zu sehr komischen Aktienbewertungen fand. Das Problem der Theorie der effizienten Märkte liegt ganz einfach darin, dass die Wissenschaftler die Gier und die Angst der Menschen völlig außer Acht ließen. Benjamin Graham verdeutlichte dieses Phänomen mit dem fiktiven Mr. Market. Sie müssen sich vorstellen sie besitzen ein Unternehmen und Mr.Market ist ihr Partner. Seit sie das Unternehmen mit Mr. Market gegründet haben will Ihnen Mr. Market ihre Anteile an dem Unternehmen abkaufen und er kommt jeden Tag in Ihr Büro und sagt Ihnen wie viel er heute dafür zahlen würde. Meist denken Sie Mr. Market´s Bewertung für ihren Anteil ist recht adäquat, jedoch ist Mr. Market auch manchmal ein bisschen verrückt und bietet Ihnen schon mal viel zu viel oder auch viel zu wenig für Ihren Anteil.

So ist Mr. Market am Ende einer Hausse gerne bereit ihren Anteil bei einem KGV von 40 zu kaufen, in einer Baisse jedoch spinnt Mr. Market völlig und meint das gesamte Unternehmen ist nicht mehr Wert als ein “Apfel und ein Ei”. Was Benjamin Graham mit dieser fiktiven Figur sagen möchte ist, dass Märkte eben nicht immer effizient sind und der intelligente Investor daraus immer einen Nutzen schlagen kann.

Benjamin Graham´s Sicherheitsmarge

Posted by S.Zschoche on July 31st, 2010

Was ist eine Sicherheitsmarge?

Warren Buffett sagte einst: “Ich finde es bemerkenswert, dass die Idee, Dollarscheine für 40 Cent zu kaufen einigen Menschen sofort einleuchtet, anderen jedoch nie.” Eine Sicherheitsmarge im Zusammenhang mit dem Aktienkauf ist die Spanne welche vom aktuellen Börsenwert zum wahren errechneten Wert einer Firma. Der Begriff Sicherheitsmarge wurde von Benjamin Graham definiert, welcher diesen erstmals in seinem 1940 veröffentlichten Buch “The Intelligent Investor” erwähnte.

Wie wird die Sicherheitsmarge angewendet?

Auch eine sehr sorgfältige Analyse kann Fehler enthalten. Angenommen ein Analyst taxiert einen intrinsischen bzw. wahren Wert einer Firma mit 100 Millionen Euro. Theoretisch wäre es nun also gerechtfertigt die Firma für 100 Millionen an der Börse zu übernehmen. Nach Benjamin Graham jedoch entspricht dies nicht dem Prinzip der Sicherheitsmarge. Diese besagt nämlich, dass ein Investor beim Kauf einer Firma immer eine Sicherheitsspanne von mindestens 30% einberechnen sollte. Errechnet ein Aktienanalyst also ein wahren, intrinsischen Wert von 100 Millionen für ein Unternehmen, so ist nach Benjamin Graham erst ein Kauf bei einer Marktkapitalisierung von 70 Millionen oder weniger gerechtfertigt.

Was sind die Vorteile einer Sicherheitsmarge?

Der Kauf von Aktien unter berücksichtigung einer Sicherheitsmarge bietet viele Vorteile, der wohl größte Vorteil dieses jeoch Prinzips ist , dass man sich selber zwingt Aktien eines Unternehmens zu einem sehr günstigen Preis zu erwerben. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass sich Investoren durch die Sicherheitsmarge vor eigenen Fehlern in der Aktienanalyse schützten. Wenn ein Aktienanalyst zum Beispiel einen wahren Wert von 100 Millionen Euro für ein Unternehmen errechnet hat, dieser jedoch nur bei 85 Millionen liegt, so hat der Analyst mit der Sicherheitsmarge immer noch einen guten Kauf getätigt.