Was ist eine Sicherheitsmarge?

Warren Buffett sagte einst: “Ich finde es bemerkenswert, dass die Idee, Dollarscheine für 40 Cent zu kaufen einigen Menschen sofort einleuchtet, anderen jedoch nie.” Eine Sicherheitsmarge im Zusammenhang mit dem Aktienkauf ist die Spanne welche vom aktuellen Börsenwert zum wahren errechneten Wert einer Firma. Der Begriff Sicherheitsmarge wurde von Benjamin Graham definiert, welcher diesen erstmals in seinem 1940 veröffentlichten Buch “The Intelligent Investor” erwähnte.

Wie wird die Sicherheitsmarge angewendet?

Auch eine sehr sorgfältige Analyse kann Fehler enthalten. Angenommen ein Analyst taxiert einen intrinsischen bzw. wahren Wert einer Firma mit 100 Millionen Euro. Theoretisch wäre es nun also gerechtfertigt die Firma für 100 Millionen an der Börse zu übernehmen. Nach Benjamin Graham jedoch entspricht dies nicht dem Prinzip der Sicherheitsmarge. Diese besagt nämlich, dass ein Investor beim Kauf einer Firma immer eine Sicherheitsspanne von mindestens 30% einberechnen sollte. Errechnet ein Aktienanalyst also ein wahren, intrinsischen Wert von 100 Millionen für ein Unternehmen, so ist nach Benjamin Graham erst ein Kauf bei einer Marktkapitalisierung von 70 Millionen oder weniger gerechtfertigt.

Was sind die Vorteile einer Sicherheitsmarge?

Der Kauf von Aktien unter berücksichtigung einer Sicherheitsmarge bietet viele Vorteile, der wohl größte Vorteil dieses jeoch Prinzips ist , dass man sich selber zwingt Aktien eines Unternehmens zu einem sehr günstigen Preis zu erwerben. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass sich Investoren durch die Sicherheitsmarge vor eigenen Fehlern in der Aktienanalyse schützten. Wenn ein Aktienanalyst zum Beispiel einen wahren Wert von 100 Millionen Euro für ein Unternehmen errechnet hat, dieser jedoch nur bei 85 Millionen liegt, so hat der Analyst mit der Sicherheitsmarge immer noch einen guten Kauf getätigt.

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