Warum überhaupt diversifizieren?

Posted by S.Zschoche on October 25th, 2010

Diversifizieren ist in Mode, fast jeder Fondmanager oder Bankberater wird Ihnen irgendwann in irgendeiner Weise raten Ihre Investments einfach zu diversifizieren. Doch warum überhaupt?

Zunächst einmal was bedeutet eigentlich Diversifikation ?

Diversifikation ist ein Begriff für Streuung und bedeutet im Bereich der Geldanlage nichts anderes als sein Vermögen auf viele Investments zu verteilen. Sie könnten sich zum Beispiel, mehrere Aktien ein paar Fonds und dazu noch ein wenig Gold kaufen und schon hätten Sie Ihr Anlagevermögen diversifiziert.

Was bringt Diversifikation ?

Diversifikation vermindert das Risiko eines Totalverlustes, wenn Sie 20 Aktien im Depot haben müssten theoretisch alle 20 Aktien Fehlinvestments sein damit Sie Ihr gesamtes Vermögen los sind. Wenn Sie hingegen Ihr gesamtes Vermögen in eine einzige Aktie stecken laufen Sie Gefahr, dass Sie mit dieser Aktie auch Ihr gesamtes Vermögen verlieren.

Was halten Value Investoren von Diversifikation ?

Warren Buffett hält nicht viel von Diversifikation und führt hierzu folgendes Argument auf. Value Investoren sollten sich stets bewusst sein in was Sie investieren und sowohl den Kauf als auch den Verkaufszeitpunkt wohl bedacht haben. Wenn man eine Aktie gefunden hat, welche nach gründlicher Analyse deutlich unterbewertet ist, so kann man auch ohne weitere Probleme sein gesamtes Vermögen in diese Aktie stecken. Die Wahrscheinlichkeit, dass man 20 unterbewertete Aktien findet und diese auch mit bedacht über längere Zeit beobachten kann ist sehr gering. Außerdem frisst Diversifikation Performance.

Wir können also festhalten, dass Diversifikation für den gewöhnlichen Anleger durchaus Sinn macht, für Value Investoren jedoch nicht geeignet ist.

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Der Unterschied von Vermögen und Verbindlichkeit.

Posted by S.Zschoche on October 23rd, 2010

Viele Leute sind der Meinung, ihr Haus wäre das größte Vermögen welches sie besitzen. Meistens gefolgt von Möbeln und Autos oder anderen tollen Gütern. Aber kann man diese Dinge wirklich als Vermögen bezeichnen ? Leider muss ich dies klar verneinen. Der Grund hierfür liegt darin, dass diese Dinge Geld wie ein Schwamm aufsaugen, jedoch in den meisten Fällen nichts mehr hergeben. Zum Beispiel hat ein Auto viele Nebenkosten wie Benzin, Versicherungen, Reparaturen und auch ein Haus frisst viel Geld für Energie, Versicherungen und der Gleichen. Wenn Sie also vorhaben ein größeres Vermögen aufzubauen ist es sehr wichtig, dass Sie den Unterschied zwischen Vermögen und Verbindlichkeit gut kennen.

Vermögen erzeugt Geld.


Vermögen sollte immer Geld erzeugen. Die traditionelle Definition von Vermögen lautet “Vermögen ist eine werthaltige Sache, welche jederzeit in Bargeld transformiert werden könnte”. Wenn Sie sich nun also in Ihrem Zimmer umsehen könnte theoretisch alles Vermögen sein, der Fernseher, der Computer oder auch Bücher. Jedoch stellen diese Dinge nur Vermögen dar, wenn Sie sie auf der Stelle bei Ebay verkaufen. Das Problem dabei ist nur wenn Sie dies tun besitzen Sie diese Dinge nicht mehr.Wir können also festhalten das diese Dinge zwar theoretisch Vermögen darstellen, praktisch jedoch keineswegs.

Das Gleiche gilt übrigens für Bargeld in Ihrem Portemonnaie, erst wenn es anfangen würde sich in Ihrem Portmonaie selbstständig zu vermehren kann man es als Vermögen bezeichnen.

Vermögen ist also alles was Sie besitzen und passives Einkommen für Sie erzeugt.

Verbindlichkeiten fressen hingegen Geld.


Verbindlichkeiten sind im Grunde genommen das Gegenteil von Vermögen. Anstatt Geld für Sie zu erzeugen fressen diese Ihr Geld auf. Viele von den oben genannten Dingen wie Computer, Fernseher etc. sind Verbindlichkeiten. Warum ? Weil sie Geld kosteten nur um Sie anzuschaffen, wenn man Sie jedoch wieder verkauft bringen sie meist weniger Geld ein als Sie kosten. Also nur wenn Ihr Haus oder Ihr Auto im Wert steigen während sie sie besitzen dürfen Sie diese als Vermögen bezeichnen.



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Die 5 reichsten Gangster der Welt.

Posted by S.Zschoche on October 22nd, 2010

Es ist kein großes Geheimnis das man als Krimineller ein sehr großes Vermögen aufbauen kann, wer jedoch denkt Al Capone war der größte Gangster den es je gab liegt weit daneben. Er hat es noch nicht mal in die Top 5 geschafft.

1. Amado Carrillo Fuentes 1965 – 1997 25 Mrd. US Dollar

Amado Carrillo Fuentes war mit einem geschätztem Vermögen von 25 Milliarden US Dollar definitiv der reichste Kriminelle der Welt. Amado Carrillo Fuente wurde 1965 in Guamuchilito, Sinaloa Mexiko geboren und übernahm später die Kontrolle über das Juarez Kartell. Amado besaß über 27 Boeing 747 Flugzeuge und verdiente am Höhepunkt seiner Karriere über 200 Millionen US Dollar pro Woche. Amado verstarb am 4. Juli 1994 in einem Krankenhaus in Mexiko City an den Folgen einer Missglücken Gesichtsoperation.

2. Pablo Emilio Escobar 1949 – 1993 9 Mrd. US Dollar

Pablo Escobar wurde im Jahre 1989 mit 9 Mrd. US Dollar von der Forbes als 7. reichster Mensch der Welt aufgeführt. Pablo Escobar wurde im Jahre 1949 in Kolumbien geboren wo er ein Kokain Kartell von unvorstellbaren Ausmaßen aufbaute. Er besaß U Boote, Flugzeuge und beschäftigte so ziemlich jeden Einwohner der Stadt Medellin von wo aus er seine Operationen koordinierte. Am Gipfel seiner Karriere kandidierte Pablo Escobar für das Präsidenten Amt von Kolumbien, stürmte Gerichtssäle mit Panzern und baute sich ein eigenes Gefängnis. Pablo Escobar wurde im Jahre 1993 von einer kolumbianischen Spezialeinheit erschossen.

2. Carlos Lehder 1950 – ? 2.7 Mrd. US Dollar

Nach meinen Recherechen geht der dritte Platz an Carlos Lehder. Carlos Lehder arbeitete mit Pablo Escobar zusammen und war einer der Mitbegründer des Medellin Kartells. Sein Vermögen wurde auf 2.7 Mrd. US Dollar geschätzt.

3. Susumu Ishii 1924 – 1991 1.5 Mrd US Dollar

Susumu Ishii wurde im Jahre 1924 in Tokyo geboren und war einer der Bosse der Ingawa-Kai Japans zweit größtem “yakuza” Syndikat. Auch war er die Top 5 der Yokosusa-ikka einer anderen Mafia Organisation. Sein Vermögen wurde auf 1.5 Mrd. US Dollar geschätzt. Er verdiente dieses Geld durch Bank und Immobiliengeschäfte, größtenteils jedoch durch eine Vielzahl anderer undurchsichtiger Geschäfte. Susumu Ishii verlor große Teile seines Vermögens als die Aktienblase in Japan platzte, kurze Zeit später starb er.

4.Anthony Salerno 1911 – 1992 600 Millionen US Dollar

Anthony “Fat Tony” Salerno war ein Mitglied der Amerikanischen Cosa Nostra und Chef der Genovese Familie. Geboren und aufgewachsen ist Fat Tony in East Harlem New York, von wo aus er sich als Schläger und Einbrecher an die Spitze von New Yorks Unterwelt arbeitete. Im Jahre 1986 wurde er vom so genannten “Mafia Commission Trial” zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt. Er starb im Jahre 1992 im Gefängnis.


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Wie erkenne ich eine billige Aktie ?

Posted by S.Zschoche on October 15th, 2010

Wenn man eine Aktie kauft, kauft man ein realen Teil eines Unternehmens. Wenn ein Unternehmen also 1000 Aktien auf den Markt schmeißt und Sie kaufen eine davon gehört Ihnen somit der tausendste Teil dieses Unternehmens. Die Herrausforderung an einen Investor besteht also darin eine Aktie zu kaufen wenn der wahre Wert eines Unternehmens den Aktienkurs übersteigt. Man spricht in diesem Fall von einer unterbewerteten Aktie.

Wie erkennt man jedoch eine billige Aktie ?

Hierzu gibt es verschiedene Verfahren von denen ich Ihnen die zwei wichtigsten kurz vorstellen möchte.

1. Der Substanzwert

Der Substanzwert stellt den wahren Wert eines Unternehmens dar. Er sagt also aus was genau wir für unser Geld bekommen. Wenn Sie zum Beispiel ein Unternehmen kaufen sagt Ihnen der Substanzwert wie viel die Gebäude, Maschienen etc. überhaupt noch wert sind. Wir summieren hierzu den Wert der Aktiva und ziehen davon Verbindlichkeiten und Rückstellungen eines Unternehmens ab. Benjamin Graham der Gründer der modernen Finanzanalyse bzw. des Value Investings bezeichnete dies als den Nettoinventarwert Net Asset Value. Was Sie auch zur Bewertung eines Unternehmens heranziehen können ist das so genannte KBV das Kurs Buchwert Verhältnis. Im Grunde genommen kann gesagt werden das ein KBV unter 1 ein billiges Unternehmen dastellt. Ein KBV über 1 ein Teures. Diese Kennzahl berechnet sich wie folgt:

KBV = Marktkapitalisierung / Buchwert

KBV = Aktienkurs / Buchwert pro Aktie

2. Der Ertragswert

Der Ertragswert sagt aus wie profitabel ein Unternehmen ist, also was das Unternehmen für mich erwirtschaftet. Hierzu ist es üblich das KGV also Kurs Gewinn Verhältnis zu berechnen. Ein KGV über 20 wird hier meist als teuer angesehen, ein KGV unter 10 meinst als billig. Jedoch ist bei einem KGV unter 10 Vorsicht geboten. Oft stehen Unternehmen mit einem extrem geringen KGV vor Problemen erkundigen Sie sich also vor dem Kauf darüber. Berechnet wird ein KGV wie folgt:

KGV = Kurs je Aktie / Gewinn je Aktie

Beim Kauf einer Aktie sollten Sie KBV und KGV ins Verhältnis mit Unternehmen aus der selben Branche setzten. KGV und KBV können je nach Branche oft sehr verschieden ausfallen. Wichtig ist auch das sie weitere Qualitätsfaktoren in die Aktienbewertung mit einfließen lassen zb. Wachstumsraten, Dividendenzahlungen, Marktstellung etc. Somit ergibt sich am Ende ein Bild welches Ihnen beim Kauf einer Aktie ein besserer Gefühl verschaffen sollte.

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Ben Graham´s Mr. Market

Posted by S.Zschoche on August 31st, 2010

In den späten 70 ger Jahren genoss die Theorie der effizienten Märkte Efficient Market Hypothesis, kurz EMH größer und größer werdende Beliebtheit. Verfechter dieser Theorie gaben an, dass der Preis einer Aktie zu jeder Zeit den wahren Wert eines Unternehmens repräsentiere, da der Preis ja durch hunderte Investoren gebildet wurde welche neue Informationen ultraschnell verarbeiten.

Warren Buffett und Benjamin Graham wiedersprachen dieser Theorie. Sie gaben zwar zu, dass der Markt in normalen Zeiten durchaus zu einer adäquaten Preisbildung im Stande ist, in Zeiten einer Hausse oder Baisse jedoch häufig zu sehr komischen Aktienbewertungen fand. Das Problem der Theorie der effizienten Märkte liegt ganz einfach darin, dass die Wissenschaftler die Gier und die Angst der Menschen völlig außer Acht ließen. Benjamin Graham verdeutlichte dieses Phänomen mit dem fiktiven Mr. Market. Sie müssen sich vorstellen sie besitzen ein Unternehmen und Mr.Market ist ihr Partner. Seit sie das Unternehmen mit Mr. Market gegründet haben will Ihnen Mr. Market ihre Anteile an dem Unternehmen abkaufen und er kommt jeden Tag in Ihr Büro und sagt Ihnen wie viel er heute dafür zahlen würde. Meist denken Sie Mr. Market´s Bewertung für ihren Anteil ist recht adäquat, jedoch ist Mr. Market auch manchmal ein bisschen verrückt und bietet Ihnen schon mal viel zu viel oder auch viel zu wenig für Ihren Anteil.

So ist Mr. Market am Ende einer Hausse gerne bereit ihren Anteil bei einem KGV von 40 zu kaufen, in einer Baisse jedoch spinnt Mr. Market völlig und meint das gesamte Unternehmen ist nicht mehr Wert als ein “Apfel und ein Ei”. Was Benjamin Graham mit dieser fiktiven Figur sagen möchte ist, dass Märkte eben nicht immer effizient sind und der intelligente Investor daraus immer einen Nutzen schlagen kann.

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Warren Buffett´s Festungen.

Posted by S.Zschoche on August 7th, 2010

Eines von Warren Buffett´s Erfolgsgeheimnissen ist, dass er in stets so genannte Festungen investiert. Eine Festung ist für Warren Buffett hierbei ein Unternehmen, welches nachhaltige Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen genießt und diese durch hohe Mauern und tiefe Gräben absichert.

Lassen Sie mich anhand eines kleinen Beispiels erklären wieso die Eigenschaften einer Festung für Unternehmen so immens wichtig sind.

Angenommen wir produzieren ein Produkt, ein gutes Beispiel stellt vielleicht gerade das Trendgetränk Bionade dar. Wir nehmen also an, dass wir der erste Produzent von Bionade in Deutschland sind. Da wir der einzige Hersteller dieses Getränks auf dem Markt sind haben wir noch eine Art Monopolstellung was uns Gewinnmargen von bis zu 20 % verspricht. Dies klingt zunächst sehr gut, jedoch liegt genau hier die Gefahr. Konkurrenten werden nun auf den Plan gerufen ebenfalls ein bionadeähnliches Getränk zu vertreiben, da diese von der 20 % Gewinnmarge angelockt werden. Die Gewinnmargen werden jedoch für uns kleiner und kleiner je mehr Konkurrenten sich in diesem Markt tummeln, da nun immer mehr Bionadesubstitute auf den Markt gelangen. Dies wird sich so lange fortsetzten bis sich die Gewinnmarge in diesem Marktsegment auf einem Niveau eingependelt hat, welches keine neuen Mitbewerber mehr anlockt. Jedoch ist die Gewinnmarge für uns natürlich nun auch viel kleiner geworden.

Um diese Problematik zu umgehen empfiehlt Warren Buffett in Aktien von Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen zu investieren. Solche Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie

a) von den Verbrauchern als alternativlos angesehen werden

b) nicht vom Staat beaufsichtigt werden

c) stets benötigt und erwünscht sind.

Beispiele für solche Unternehmen gibt es zu hauf, zu den wohl bekanntesten zählen Microsoft oder Apple jeodch auch Konsumgüterunternehmen wie Coca-Cola oder Protector Gamble. Doch was genau ist es was diese Unternehmen ausmacht ?

Ich möchte Ihnen dies kurz mit einem kleinen Beispiel erörtern, welches mir letztens beim einkaufen wiederfahren ist. Eine Frau vor mir in der Schlange fragte den Verkäufer ob dieser Cola hat. Der Verkäufer erwiederte, er habe Afri Cola, diese lehnte die Frau jedoch ab. Genau dies macht eine gute Festung aus, obwohl Afri Cola billiger ist und die Frau die Produkt Coca Cola und Afri Cola mit verbundenen Augen wohl nur schwer hätte unterscheiden könne entschied sie sich für Coca Cola. Die Mauer welche sich Coca Cola aufgebaut hat, besteht ganz einfach in der Marke, welche sie sich über Jahrzehnte durch Werbung und Imagepflege aufgebaut hat. Somit ist es für andere Unternehmen sehr schwer im Cola Markt Fuß zu fassen, wodurch Coca Cola mit höheren Gewinnmargen belohnt wird.

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Benjamin Graham´s Sicherheitsmarge

Posted by S.Zschoche on July 31st, 2010

Was ist eine Sicherheitsmarge?

Warren Buffett sagte einst: “Ich finde es bemerkenswert, dass die Idee, Dollarscheine für 40 Cent zu kaufen einigen Menschen sofort einleuchtet, anderen jedoch nie.” Eine Sicherheitsmarge im Zusammenhang mit dem Aktienkauf ist die Spanne welche vom aktuellen Börsenwert zum wahren errechneten Wert einer Firma. Der Begriff Sicherheitsmarge wurde von Benjamin Graham definiert, welcher diesen erstmals in seinem 1940 veröffentlichten Buch “The Intelligent Investor” erwähnte.

Wie wird die Sicherheitsmarge angewendet?

Auch eine sehr sorgfältige Analyse kann Fehler enthalten. Angenommen ein Analyst taxiert einen intrinsischen bzw. wahren Wert einer Firma mit 100 Millionen Euro. Theoretisch wäre es nun also gerechtfertigt die Firma für 100 Millionen an der Börse zu übernehmen. Nach Benjamin Graham jedoch entspricht dies nicht dem Prinzip der Sicherheitsmarge. Diese besagt nämlich, dass ein Investor beim Kauf einer Firma immer eine Sicherheitsspanne von mindestens 30% einberechnen sollte. Errechnet ein Aktienanalyst also ein wahren, intrinsischen Wert von 100 Millionen für ein Unternehmen, so ist nach Benjamin Graham erst ein Kauf bei einer Marktkapitalisierung von 70 Millionen oder weniger gerechtfertigt.

Was sind die Vorteile einer Sicherheitsmarge?

Der Kauf von Aktien unter berücksichtigung einer Sicherheitsmarge bietet viele Vorteile, der wohl größte Vorteil dieses jeoch Prinzips ist , dass man sich selber zwingt Aktien eines Unternehmens zu einem sehr günstigen Preis zu erwerben. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass sich Investoren durch die Sicherheitsmarge vor eigenen Fehlern in der Aktienanalyse schützten. Wenn ein Aktienanalyst zum Beispiel einen wahren Wert von 100 Millionen Euro für ein Unternehmen errechnet hat, dieser jedoch nur bei 85 Millionen liegt, so hat der Analyst mit der Sicherheitsmarge immer noch einen guten Kauf getätigt.

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Einführung in das Value Investing

Posted by S.Zschoche on July 31st, 2010

Was ist Value Investing?

Value Investing ist eine Form der Aktienanalyse bei welcher sich der Investor einzig und allein auf den wahren Wert der Firma konzentriert und diesen als Basis für eine Kauf – bzw. Verkaufsentscheidung verwendet.

Wie wende ich Value Investing an?

Um zu verstehen wie Value Investoren vorgehen möchte ich Sie bitten dieses kleine Beispiel zu lesen. Angenommen eine Firma hat an der Börse eine Marktkapitalisierung von 50 Millionen Euro. Nach einer Analyse der Bilanz, sowie der Cashflow und GUV Rechnung kommt der Value Investor jedoch zu dem Ergebnis, dass die Firma einen wahren Wert von 65 Millionen Euro hat. Der Value Investor hat also eine 30 % Sicherheitsmarge, da der wahre Wert der Firma ja bei 65 Millionen Euro liegt und nicht bei 50 Millionen. Nun kauft der Value Investor und egal ob die Firma noch billiger wird, der Value Investor weiß, dass er solange sich der wahre Wert der Firma nicht negativ verändert ein gutes Geschäft gemacht hat.

Warum funktioniert Value Investing ?

Value Investing funktioniert weil Märkte oft ineffizient sind, Benjamin Graham der begründer des Value Investings hat dies immer mit dem sogenannten Mr. Market erklärt. Mr. Market ist ein psychisch kranker Mann, der jedem Tag bei Ihnen ankloppft und Ihnen erzählt wie viel Ihre Firma heute so Wert sei. Anders erklärt in Börsenkursen spiegelt sich oft viel Psychologie wieder, es gibt Zeiten, da reagieren Menschen auf bestimme Nachrichten viel zu pessimistisch oder optimischisch da sie von Gier oder Angst getrieben werden. Die ist ja an sich keien schlechte eigenschaft, kann jedoch in der Masse zu abnorm komischen Börsenbewertungen von Unternehmen führen. Value Investoren nutzen genau diese Marktanomalien aus um gute Firmane zu einem guten Preis zu erwerben.

Wer wendet sonst Value Investing an?

Der wohl bekannteste Value Investor ist Warren Buffett. Warren Buffett hat dieses Handwerk bei seinem Mentor Benjamin Graham erlernt und ist damit sogar kurzzeitig zum reichsten Mann der Welt aufgestiegen. Warren Buffett besitzt heute Anteile an seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway im Wert von 60 Milliarden Dollar.

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